Nicola Vaubourg
Spieler Phantásia
  
Dabei seit: 21.11.2005
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Spielstimmung: Keine Angabe
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| Die Akademie der Musketiere |
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Sie hatte kaum auf den Weg geachtet. Tief in ihr brodelte der Zorn, die Wut darüber, das man sie erwischt hatte.. oder eher, das sie sich hatte erwischen lassen? Wie dem auch sei. Nun saß sie hier in der Falle, eingesperrt im Kerker der Akademie der Musketiere und grübelte fieberhaft, wie sie entkommen konnte. Ausgerechnet jetzt musste ihr das passieren, nun, wo sie gerade so eine Glückssträhne gehabt hatte.
Ihre Hände griffen nach der schmalen Kapuze, welche sie wieder überzog. Fortan würde sie sich nicht mehr auf der Straße blicken lassen können, zumindest nicht als feine Dame. Man kannte nun ihr Gesicht, das gereichte ihr nicht gerade zum Vorteil und zum hundertsten Male verfluchte sie den Moment, in dem sie in die Villa eingestiegen war.
Unruhig stiefelte sie in der Zelle hin und her, wandte sich schließlich um und ließ sich auf einem kleinen Häufchen Stroh unterhalb eines vergitterten Fensters nieder. Erneut ein leises Seufzen.
Sie ballte die schmalen Hände zu Fäusten und versuchte sich selbst daran zu hindern, vor Zorn auf den Boden zu schlagen, was ihr sicherlich nur schmerzhafte Wunden beigebracht hätte. Ihr Blick legte sich kalt und abweisend auf die Zellentür. Man hatte sie ihrer Waffen beraubt. Sie war eingesperrt, erwischt worden, nachdem sie eingestiegen war in diese Villa.. und dann hatte sie sich geweigert, ihren Namen zu nennen. Unzweifelhaft würde man sie bestrafen wollen. Doch aus ihr würden sie nichts herausbekommen, das schwor die schlanke, kleine Elfe sich nun. Erotische Bilder
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26.03.2007 22:13 |
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Nicola Vaubourg
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Sie schreckte aus dem Schlaf hoch. Wie lange saß sie schon in der Zelle? Der Sonnenschein aus dem vergitterten Fenster war gewichen, es war merklich kühler geworden. Wenigstens ihren Umhang hatten sie ihr gelassen. Eng zog sie ihn um ihren schlanken Leib und starrte in die Finsternis der Zelle.
Es machte sie wahnsinnig. Sie saß fest, es gab nichts, absolut nichts was sie tun konnte und dieser Gedanke machte sie rasend. Warum hatte der Mann sie auch ausgerechnet bemerken müssen, obwohl sie sich so gut wie unsichtbar bewegt hatte?
Erneut ballte sie die schmalen Hände zu Fäusten. Sie hatte das Bedürfnis, auf etwas einzuschlagen und es war so übermächtig, das sie dann voller Zorn auf die Wand neben sich einprügelte, bis die helle, zarte Haut ihrer Finger blutig war davon.
Erst der Schmerz machte ihr bewusst, das sie sich gehen lassen hatte. Sie atmete tief durch, zählte leise vor sich hin, während das Blut von ihren Händen auf den Boden tropfte. Es würde eine ewige Erinnerung daran sein, das hier einmal eine Elfe gesessen und sich die Hände wund geschlagen hatte. Auch an der Wand waren Blutspuren, wo sie drauf geschlagen hatte.
Nun saß sie wieder reglos und horchte in die Stille des Flures vor der Zelle.
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27.03.2007 16:48 |
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Nicola Vaubourg
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Stille, immerzu Stille. Das Sinnen nach dem, was geschehen war, was schiefgelaufen war. Das Verfluchen dieses Tages, der Wunsch, die Zeit noch einmal zurückdrehen zu können und an diesem verfluchten Haus mit dem verdammten offenen Fenster einfach vorbeizugehen, ohne es zu beachten.
Ist der Engel gefallen? Die Flügel gestutzt, nie mehr fliegend? Sagt mir, ihr Götter, warum.. warum tut ihr mir das an? Ich bin keine ehrliche Haut, nein, ich habe getötet, ja, ich bin schuld am Tode meiner eigenen Familie.. aber rechtfertigt das dies hier? Es ist feucht, es ist kalt und es hat Ratten hier. Werde ich das Tageslicht denn nie mehr sehen? Bei allem was mir heilig ist.. warum kommt denn niemand? Hätten sie nicht ein schnelles Ende mit mir machen können? Dann habe ich es wenigstens hinter mir. Dieses Warten.. es zehrt an den Nerven, es macht mich wahnsinnig.
Bin ich verloren?
Diese und andere Gedanken beschäftigten sie, während sie in ihrer Zelle saß.. und wieder einmal der Stille lauschte.. bisweilen unterbrochen von wenigen Schritten. Inzwischen konnte sie sogar die morgendlichen Wachen von den Abendlichen unterscheiden und den Mann, der ihr ihr Essen brachte, den erkannte sie auch schon am Schritt. Jedes Mal, wenn irgendwelche fremden Schritte in der Nähe umhergingen, durchzuckte sie eiskalter Schrecken. Wie lange noch wollte man sie mürbe machen, bevor man ihr den Tod beschied?
Sie hatte nichts gestohlen.. dazu war sie nicht einmal gekommen. Alles, was man ihr anlasten konnte, war in ein fremdes Haus eingestiegen zu sein. Am Ende blieb ihr nur das Warten.. und das tat sie. Stunde um Stunde wartete sie.. Tag für Tag. Irgendwann würde jemand kommen müssen.
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26.04.2007 18:43 |
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