Armand du Soleil
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Das Haus von Armand wirkt nach außen bescheiden. Versteckt in einem kleinen Park in dem Bäume gerade erst ihre Zweige beginnen in den Himmel zu strecken und ein bunter Teppich aus wilden Blumen die künstlich angelegten Hügel bedecken. Ein munter plätschernder Bach bahnt sich seinen Weg durch saftiges Gras um in der Mitte des Parks in einem kleinen Teich zu münden.
Eingezäumt wird Armands Reich von einem kunstvoll geschmiedeten eisernen Zaun, in dem zahlreiche Tiere erstarrt zu sein scheinen.
Es gibt nur ein einziges Tor um das Reich des begnadeten Harfenspielers zu betreten. Öffnet es sich erst einmal, betritt der Besucher einen schmalen Weg aus bunten Kieselsteinen, der sich durch das Gras windet und erst fast auf der anderen Seite des Parks auf ein kleines Haus trifft.
Wie eine Perle in einem grünen Meer schimmert es und lässt jeden Besucher an die geheimnisvolle Stadt Belosiéne in Nushimá denken um die sich so viele Sagen ranken.
Armand hatte das Baumaterial für sein Haus extra aus seiner Heimat herbringen und sich hier ein Abbild seines Vaterhauses bauen lassen.
Ebenerdig und lang gezogen schmiegt es sich in die Landschaft und seine reich verzierten runden Fenster und Türen lassen ahnen, dass es im Inneren angenehm hell ist. Latinas
Betritt man das Haus sieht man diese Vermutung bestätigt, denn zusammen mit dem weißen Ton der Wände wirkt es angenehm hell ohne aufdringlich zu sein.
Wendet man sich nach der Eingangstür nach rechts, betritt man Armands eigene kleine Werkstatt in der er auf besonderen Wunsch immer noch kostbare Instrumente fertigt.
Geht man stattdessen nach links führt ein kleiner Korridor direkt in das gemütlich eingerichtete Wohnzimmer. Zwei große, königsblaue Sessel stehen seitlich nah am Kamin, während davor goldgelbe Kissen um einen niedrigen Tisch drapiert wurden.
Davon abgegrenzt steht weiter hinten im Raum ein Tisch aus grauem Holz, der von sechs hochlehnigen Stühlen aus demselben Holz umkreist wird.
Auf dem Tisch steht ein silberner Leuchter mit weißen Kerzen; ebenso auf dem Kaminsims und in regelmäßigen Abständen sind in den Wänden Halterungen angebracht in denen kleine Fackeln des Nachts ihr unruhiges Licht spenden.
So mancher bewunderte dann schon das farbige Spiel der Kristalle, die kurz vor den Wänden an durchsichtigen Schnüren von den Decken hängen.
Durchquert man dieses Zimmer, erreicht man die kleine Küche in der Armands Dienstmagd ihm und seinen gelegentlichen Gästen die köstlichsten Speisen zubereitet.
Mehr sehen Besucher für gewöhnlich nicht, denn den Gang, der vom Eingang direkt gerade ausführt, haben bisher nur wenige Besucher betreten.
Von ihm aus führt eine enge Wendeltreppe hinauf in den ersten Stock, während er geradeaus in einen verzaubterten Wintergarten mündet.
Armands goldene Harfe steht hier inmitten von üppig blühenden Pflanzen, die mit dem Garten vor den großen Glasscheiben fast zu verschmelzen scheinen.
Im ersten Stock befinden sich drei Zimmer: Armands eigenes und das von seinem Bruder Louis, das er von Anfang an so eingerichtet hatte, dass ihn sein Bruder jederzeit besuchen kommen konnte.
Das Schlafzimmer seiner Eltern dagegen, hatte er in seinem Nachbau als Gästezimmer eingerichtet.
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26.11.2005 20:32 |
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Louis du Soleil
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das Ende einer Geschichte, die im alten Board nicht zu Ende gespielt wurde
Nachdem Pierre de Saville die Terrasse betreten hatte, musterte Louis ihn unauffällig im Morgenlicht. Pierre gehörte definitiv nicht zu den Männern, die sein jüngerer Bruder für gewöhnlich bevorzugte; was dafür sprach, dass er in der vergangenen Nacht ordentlich zu viel getrungen hatte.
Er verträgt ja ohnehin kaum was ... aber gestern muss es ordentlich zu viel gewesen sein.
"Setzt euch!" wiederholte Louis seine Aufforderung und verschwand noch einmal kurz im Haus, um frischen Orangensaft zu holen.
Als er die Terrasse wieder betrat, hatte sich Pierre tatsächlich auf einen der Stühle gesetzt. Allerdings mit dem Rücken zu Armand, wie er schmunzelnd feststellte, doch er hielt mit einem Kommentar zurück und stellte die Karaffe leise auf dem Tisch ab. Erst dann setzte er sich Pierre gegenüber an den Tisch und langte nach einem Apfel.
Während er den glänzenden grünen Ball in seinen Händen drehte, fixierte er den jungen Mann mit seinen stechend blauen Augen und meinte ruhig: "Ihr mögt recht haben ... mein Bruder will euch definitiv nicht sehen - genauso wenig wie ihr ihn, wenn ich das richtig einschätze - aber so funktioniert das nicht. Ihr müsst über diese Nacht reden, sonst verfolgt sie euch noch nach Jahren. ... Armand!"
Louis' Stimme klingt hart und fordernd, als er nach seinem Bruder ruft und zuerst hat es den Anschein, als würde Armand sie nicht hören, doch dann zieht sich der hochgewachsene Elf am Rand des Schwimmteichs nach oben und greift automatisch nach dem Handtuch, das Louis dort für ihn bereitgelegt hat. Mürrisch schlingt er es sich um die Hüften und geht zu den anderen beiden Männern hinüber an den Frühstückstisch und lässt sich dort auf einen Stuhl zwischen den beiden nieder.
"Jaja - ich weiß schon! Du willst das wir reden ... für ein Mann der Klinge willst du verdammt oft, dass ich rede. ... Nebenbei bemerkt ist Pierre der Mann, den ich schon zum Duell herausfordern wollte, weil er unsere Mutter beleidigt hat. ... Also was sollen wir noch reden? Wir waren beide sturzbetrunken und wussten nicht was wir taten. ... Ich verachte ihn, weil er Frauen wegwirft, wie andere kaputte Handschuhe und er verachtet mich, weil ich Männer liebe. Also? Klare Verhältnisse!"
Armands hatte während seiner kleinen Rede stur gerade aus geblickt, ohne einen der beiden eines Blickes zu würdigen, aber gegen Ende hatte er Pierre fest mit seinen goldenen Augen fixiert, so dass dieser sich nun gleich zwei irritierenden Augenpaaren gegenüber sah.
Doch als er sich wieder gefangen hatte, räusperte sich Pierre verwirrt und senkte den Blick: "Es tut mir leid, was ich damals über eure Mutter gesagt hatte. Ich hatte kein Recht über euch oder eure Familie zu urteilen, solange ich nichts über sie wusste. ... Seit heute weiß ich, dass ihr ein durchaus beneidenswerter Mann seid."
Er machte eine kleine Pause, bevor er fortfuhr: "Es tut mir leid was letzte Nacht geschehen ist, aber ich bin dankbar für den Moment, den ihr mir heute Morgen mit eurem Bruder geschenkt habt. Er hat mir die Augen über euch geöffnet ... ich kann nur hoffen, dass ihr eines Tages einen ähnlichen Moment meiner Person betreffend haben werdend, denn ein so frauenverschlingendes Monster bin ich nun auch nicht. ... Wenn ihr mich nun entschuldigen würdet - ich brauche dringend frische Kleider am Körper."
Damit stand er auf und verließ die beiden Brüder nahezu fluchtartig. Das Knirschen seiner Stiefel auf dem bunten Kies wurde zunehmend leiser, während Armand seinen Bruder mit grenzenloser Entgeisterung anschaute.
"Verstehst du was hier gerade passiert ist?" fragte Armand seinen Bruder verwirrt, während er ebenfalls nach einem Apfel griff.
"Mh!" sinnierte Louis, während sein Grinsen immer breiter wurde: "Ich denke schon. - Du hast ein Ekel geheilt."
Armand glaubt seinen Bruder nicht so recht, aber irgendetwas hatten Pierres Worte in ihm ausgelöst. Er hatte seine Sicht über Armand geändert, während er selbst stur weiter darauf beruhte, was Pierre für ein Idiot war. Dabei musste er heute Nacht doch eine Seite an ihm entdeckt haben, die ihn sympathisch gemacht hatte ... anders hätte er mit ihm nicht getrunken und hätte ihn nicht mit zu sich nach Hause genommen.
"Vielleicht hast du recht!" meinte Armand schließlich langsam, bevor er sich auf seinem Stuhel zurücklehnte und darüber nachdachte, was in den letzten Stunden passiert war.
Die Sonne schien auf seinen nassen Körper und trocknete ihn langsam wieder, bevor sie sich in seinen Körper stahl und auch dort ihre Wärme hinterließ.
Nach scheinbar unendlicher Zeit öffnete Armand schließlich wieder seine goldenen Augen und schaute zu Louis hinüber, der ihn aufmerksam beobachtet hatte.
"Ich glaube du hattest Recht. Ich kann Menschen wie Pierre zeitweise lieben, um mich besser zu fühlen. ... Aber diese Liebe wird nichts an meiner Liebe zu Ansem ändern."
Louis nickte. Er wusste, dass sein Bruder endlich verstanden hatte, worauf er und der schwarze Comte die ganze Zeit hinausgewollt hatten. Er wollte noch etwas sagen, aber in dem Moment sprang Armand auf und rannte ins Haus.
Überrascht wollte er ihm bereits folgen, als er die ersten zarten Töne durch das Haus wehen hörte.
Lächelnd biss er in den, nach wie vor unberührten, Apfel und lauschte der Harfe, die so lange verstummt gewesen war.
Tränen liefen ihm schließlich über die Wangen - ein Spiegelbild der Tränen, die im Wintergarten über Armands rosige Wangen tropften.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Louis du Soleil am 16.12.2006 16:41.
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26.11.2005 21:29 |
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Armand du Soleil
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Es war später Nachmittag, als Armand den Kiesweg zu seinem Haus entlang hastete. Seit langer Zeit war er wieder einmal in der Oper gewesen und hatte ihren Geruch eingeatmet, um sich an die berauschenden Stunden auf der Bühne zu erinnern ... eine Bühne, auf die er gedachte zurück zu kehren, wenn er sich wieder vollends im Griff hatte.
Jetzt war er so schnell wie möglich nach Hause gelaufen, um sich wieder an seine Harfe setzen zu können. Es juckte ihn förmlich in den Fingern etwas gewaltiges zu erschaffen und so hatte er weder nach rechts, noch nach links geschaut, als er zurückgelaufen war.
So stürmte er in sein elfenhaftes Heim und riss sich bereits in der Türe den Gehrock vom Leib und ließ ihn achtlos auf den Boden fallen. Mit ein paar hastigen Bewegungen zog er das blütenweiße Hemd aus seiner dunkelblauen Hose und knöpfte es auf. Bis er im Wintergarten war, hatte er es ebenfalls ausgezogen und wie der Gehrock zuvor, landete es unbeachtet auf dem Boden.
Voller Anspannung setzte sich Armand schließlich an den goldenen Korpus seiner geliebten Harfe und ließ seine Finger leicht über den Seiten schweben. Leise zupfte er die ein oder andere Saite an, um zu hören, ob sie noch richtig gestimmt war. Vorsichtig zog er die ein oder andere nach, doch dann gab es keine Zurückhaltung mehr.
Armand griff voll in die Saiten, wog seinen Oberkörper wild hin und her und spielte die Melodie, die ihm auf der Seele lag.
Es war eine laute und befreiende Melodie. Eine Melodie, die zeitweise sogar in den Ohren wehtat; so schrill und hell waren die Töne, die Armand anschlug. Aber es war nun einmal jene Melodie, die sich seit Wochen in ihm aufgestaut hatte.
Mit ihr schrie er all seine Seelenpein hinaus, um wieder von vorne anfangen zu können.
Zum ersten Mal kleidete er den Verlust seiner Liebe in kreischende Noten, die - sobald gespielt - bereits wieder vergessen waren.
Er würde diese Melodie nur ein einziges Mal spielen - das wusste er - und sie war allein für seine Ohren und seine Seele bestimmt. Ein jeder andere würde sie nicht verstehen und würde ihn nur verrückt erklären, wenn er sie aus Armands Händen sprudeln sähe.
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18.12.2006 02:32 |
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Tyra Bojana
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Herkunft: Nordseeküste Hauptcharakter: Tyra Bojana Spielstimmung: Auf der Suche nach Ränkespielen und Intrigen.
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Tyra lag dort im Gras. In Ihr Unterbewusstsein drang die Meldoie einer Harfe. Sie schien perfekt zu ihrem Traum zu passen. Sie war glücklich gewesen, hatte hier in der Stadt neue freunde gefunden. Doch das Leben spielte mit ihr und zog sie unweigerlich hinab in die Tiefe. Sie spürte den Schmerz des Verlustes. Eine Träne rann ihre Wange hinab, doch die Erschöpfung hielt sie im Schlaf gefangen. Sie litt mit der Musik und ihrer Angst mit. Sie wollte sich an etwas festhalten, nicht fallen, doch dort war nichts zum festkrallen. Sie griff ins Leere und hatte das Gefühl zu fallen. Schließlich landete sie in einem schummrigen raum. Ihr Puls raste und ängstlich sah sie sich um. Wo war sie nur? Dort im Dunkeln war jemand. Jemand ohne Gesicht stand dort und erwartete sie. Sie spürte seine schlechte Aura. Sie starrte ihn an und obwohl sie es nicht wollte, bewegte sie sich auf ihn zu. In seiner Hand war ein Messer. Es blitzte im Schein einer fackel. Tyra wollte schreien, doch sie konnte ihre Stimme nicht hören.
Sie konnte ja nicht wissen, dass sie in der Realität jämmerlich wimmerte, weinte und schluchzte.
Der Fremde hob das Messer. Wollte er das sie tötete? War sie als Killerin bestimmt? Sie konnte niemanden töten! Oder wollte er sie vernichten? Was hatte sie getan?
Dann zog es sie zurück und sie spürte etwas, wie eine hand auf ihrer Schulter. Sollte etwa jemand da sein, der sie stützen und schützen würde? War das ein Omen der Götter? Ein Zeichen? Der Fremde verschwand wieder in der Dunkelheit.
Tyra erwachte mit starken Kopfschmerzen und hatte ein vor Tränen nasses Gesicht. Borgas schleckte ihr übers Gesicht. Wie in Trance vergrub sie ihr Gesicht in seinem Fell und summte ein Lied, welches sie schon als Kind tief berührt hatte. Es war ein Lied, dass einen stärkte, wenn der Mut verging, dass die Angst nahm und dass einem ein Stückchen Liebe schenkte, wenn man völlig allein war. Das Mädchen steigerte sich immer mehr in dieses Lied und schien ihre Umgebung gar nicht wahrzunehmen. Dieses Lied war ihr Halt und ihre Hoffnung. Borgas sah sie traurig an. Würde seine Herrin zerbrechen? Er hatte Angst davor. Sie war sein Leittier...
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18.12.2006 23:27 |
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Armand du Soleil
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Herkunft: München Spielstimmung: Keine Angabe
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Armand spielte wie in Trance, während er alles andere um sich herum vergaß; mehr noch: er hörte noch nicht einmal die Töne, die er selbst spielte. Er hörte sie in seinem Inneren, während Ansem vor seinem inneren Auge anfing zu tanzen.
Wie lange er so dagesessen war und sich in seinen Erinnerungen verlor, wusste er nicht, doch auf einmal begann etwas von außen seine Gelöstheit zu durchbrechen.
Zuerst nahm er es nur am Rande wahr, doch dann drang es immer lauter an seine empfindliche Ohren und Armand begriff langsam, dass ein Hund ganz in der Nähe einen fürchterlichen Lärm anschlug.
Er versuchte ihn nicht zu beachten, während seine Hände über die Saiten flogen, doch als plötzlich eine schrille Frauenstimme seinen Namen rief, brach er aprubt ab.
Verwirrt betrachtete er die nachschwingenden Saiten, die er bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben hatte und versuchte sich im hier und jetzt wieder zu orientieren.
Das unerwartete Ende seiner Melodie erinnerte ihn schmerzlich an den Abschied von seinem Geliebten, aber er konnte nicht lange bei dem Gedanken verweilen, da hörte er seinen Namen ein zweites Mal.
Hastig stand er auf und lief zielsicher durch sein Haus hinaus auf die Terrasse.
Die Sonne schickte sich langsam an sich schlafen zu legen, doch vorher schickte sich noch ein paar funkelnde Strahlen durch die Kronen der Bäume, die sich in Armands Schmuck verfingen.
Der silberne Ring von Ansem, den er an einer Kette um den Hals trug, und der somit auf seiner nackten Brust ruhte, schimmerte wie der Mond, während Armands goldener Ohrring mit der Sonne um die Wette funkelte.
Kurz hielt er inne und lauschte den aufgeregten Vögeln in den Zweigen, bevor er sich nach links wendete und einige Schritte durch's Unterholz lief. Es waren nur wenige Meter, bis er den riesigen Hund sah, der sich schützend vor zwei, auf dem Boden kauernden, Gestalten stellte und ihm den Weg versperrte.
Als der Hund abermalls begann zu bellen, schaute eines der Gestalten auf und Armand traf ein dankbarer Blick.
Er kannte das Mädchen, aber er konnte sich nicht mehr an ihren Namen erinnern. Er wusste nur noch, dass Louis sie und ihre Freundin einmal in sein Haus gebracht hatte, aber das war auch schon alles.
Zornesröte begann sich auf seiner makellosen Haut auszubreiten und er wollte sie schon anfahren was ihnen einfiel sich hier unerlaubt in seinem Garten aufzuhalten, als er begriff, dass es der zweiten Person am Boden nicht gut ging.
"Bring sie in mein Haus!" meinte er deshalb nur unwirsch und ging zurück in selbiges.
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19.01.2007 01:11 |
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Tyra Bojana
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Herkunft: Nordseeküste Hauptcharakter: Tyra Bojana Spielstimmung: Auf der Suche nach Ränkespielen und Intrigen.
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Tyra wusste nicht, was in Wirklichkeit um sie herum passierte. Stattdessen träumte sie von zu Hause.
Fröhlich summend saß sie mit ihren Brüdern am Tisch beim Frühstück, als einer ihrer Brüder von einem Fremden erzählten. Neugierig lauschte das junge Mädchen seinen Worten. "Er hat nicht erzählt, was er eigentlich hier will. Er meint, er wäre auf der Suche und seine Reise wäre schon lang. Sein Name ist Marius." Ihre Mutter fragte: "Aber ist das nicht ein wenig zu seltsam? Mir gefällt das nicht." Ihr Bruder schüttelte die Augen verdrehend den Kopf. "Keine Sorge, er ist nicht hier, um uns alle umzubringen. Er sucht zeitweilig Arbeit und hier gibt es doch immer etwas zu tun. Ich glaube, er ist in Ordnung und vielleicht bekommt unsere kleine Zaubermaus ja heraus, was ihm so schreckliches widerfahren ist." Tyra sah ihn erstaunt an: "Ich?" "Ja, oder siehst du hier noch irgendwo eine Zaubermaus, Schwesterchen?" Tyra musste grinsen.
Nachdem Frühstück ging sie in den nahe gelegenen Wald, um Beeren für die köstlichen Marmeladen ihrer Mutter zu pflücken. Borgas Vater trottete neben ihr her. Als sie mit einem gefüllten Korb nach Hause tanzte, begegnete sie dem Fremden. Im ersten Moment erschrak sie und im nächsten lachte sie auch schon. "Ihr müsst Marius sein." Der große, stattliche Mann nickte lächelnd. "Und du?" "Mein Name ist Tyra Bojana. Mein Bruder hat mir von dir erzählt. Willst du nicht mitkommen und heute abend mit uns speisen? Wir machen heute Marmelade aus diesen herrlichen Früchten...", schwärmte sie lächelnd. Sie wusste nicht, was sie in den Augen des Mannes sah, aber es stimmte sie leicht traurig; so versuchte sie dieses Gefühl zu vertreiben und seinen Augen ein Strahlen zu verleihen. "Du bist Tyra... Das hübsche Mädchen, das so gern Geschichten der Fremden lauscht und tanzt und singt." Leicht verlegen bestätigte Tyra diese Aussage. "Na, dann kann ich doch nicht Nein sagen. Ich werde dir auch gern eine Geschichte erzählen." "Dann werde ich dir gern ein Lied singen..."
Gemeinsam gingen sie Richtung Dorf. "Worüber singst du denn am liebsten?" Tyra sah ihn an, zuckte mit den Schultern und begann ein Lied zu singen. Dort tanzten Jungfrauen auf einer Wiese und begrüßten den Frühling. Ein stattlich gekleideter Mann kam und begann mit der schönsten zu tanzen. Doch er war so kalt und bleich und das verschreckte das Mädchen. Ihre Mutter ruft nach ihr und das Mädchen ängstigt sich, doch er tanzt mit ihr immer weiter weg und nimmt sie mit in die Tiefen des Meeres. "Du singst aber traurige Lieder..." "Mir war gerade danach. Nicht alle Geschichten sind schön und auch davon muss doch gesungen werden." Marius nickte und in seinem Blick glaubte Tyra etwas zu lesen wie Sanftmut.
Zu Hause angekommen bereitete ihre Mutter die Marmelade zu und Tyra zeigt Marius ihr junges Fohlen. Sie hatte es vor dem Metzger bewahrt; der Bauer hatte es schlachten wollen, nur weil er den junge Hengst widerwillig war. "Wenn er ausgewachsen ist, werde ich ihn zureiten und dann gehen wir von hier fort, um unsere eigene Geschichte zu erleben." "Denkst du denn, deine Geschichte wird besser, als die von der du gesungen hast." Kurz sah Tyra verträumt in die Ferne, dann blickte sie in Marius dunkle Augen. "In jedem Leben gibt es Tiefschläge; vielleicht muss es diese geben, damit man weiß, was gute Zeiten wert sind. Aber ob es mir gut geht oder nicht, es zieht mich fort." "Wenn wir uns irgendwann auf deiner Reise begegnen, Tyra Zaubermaus, dann glaube mir, ich werde versuchen, dir zu helfen, wenn du Hilfe brauchst. Du lässt mich wieder von guten Dingen träumen, dafür sollst du belohnt werden..." Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, bevor er sich abwandte. "Du hast schreckliche Dinge gesehen, nicht?", fragte Tyra leise. Doch Marius nickte nur und schwieg. Es war noch nicht an der Zeit, wie es schien.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Tyra Bojana am 14.02.2007 20:53.
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06.02.2007 21:01 |
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Armand du Soleil
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Als Armand zurück ins Haus stürmt, spürt er die abendliche Kälte langsam auf seinem Oberkörper und er beginnt zu frösteln.
Ihm ist bewusst, dass das gesunde Mädchen Schwierigkeiten damit hat ihre Freundin ins Haus zu tragen, aber Armand sah sich nicht dazu imstande ihr dabei zu helfen.
Stattdessen betrat er die Harfe als erstes und winkte dem Mädchen ihre Freundin auf den flauschigen Teppich vor dem Kamin zu legen und ihren Kopf mit einigen der goldenen Kissen zu stützen.
"Ich bin gleich wieder da!" meinte er knapp zu der jungen Frau und schaute misstrauisch zu dem großen Hund, der gerade Anstalten machte, sein Haus zu betreten. "Und sorge dafür, dass der Hund draußen bleibt."
Mit diesen Worten verschwand er im Gang, der in den vorderen Teil des Hauses führte. Eigentlich hatte er vorgehabt sich ein neues Hemd zu holen, aber als er sein längst vergessenes Hemd auf der Treppe zum ersten Stock fand, hob er es schnell auf und streifte es sich über.
Er wollte schon zurückgehen, als er im Wintergarten auf dem niedrigen Diwan, den er ab und zu als Ruhemöglichkeit nutzte, eine Decke erspähte. Ohne großartig darüber nachzudenken nahm er sie in die Hand und ging zurück ins Wohnzimmer.
Kommentarlos drückte er sie dem jungen Mädchen in die Hand - er überließ es ihr damit ihre Freundin zuzudecken oder sich selbst zu wärmen.
Im Notfall würde er den Kamin anheizen, doch für den Moment würde es nichts nützen. Der große Hund blieb zwar draußen auf der Terasse sitzen, aber Armand zweifelte nicht daran, dass er Ärger machen würde, wenn er ihm die Tür vor der Nase zumachen wollte.
So ging er nur resigniert in die Küche und kam wenig später mit einer Schüssel kalten Wassers zurück. Er stellte sie auf dem niedrigen Tisch zwischen den beiden hochlehnigen Stühlen ab und reichte dem Mädchen ein Tuch, das er ebenfalls aus der Küche mitgebracht hatte.
Dann ließ er sich in den Sessel fallen, der weiter entfernt von der Balkontür war. Unschlüssig schaute er auf die beiden jungen Frauen herab und fragte erst jetzt: "Was ist passiert? Und was macht ihr überhaupt hier?"
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12.02.2007 00:05 |
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Armand du Soleil
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Langsam beruhigte sich Armand wieder. Es war normalerweise nicht seine Art so ... unsensibel zu reagieren, aber die beiden Mädchen hatten ihn in einem sehr intimen Moment gestört.
Aiérons Worte, beziehungsweise viel mehr Tyras Einstellung, schmeichelte ihm dann jedoch viel zu sehr, als dass er den beiden Mädchen länger böse sein konnte.
Das würde Vater gefallen, wenn jemand sein Haus als ein Ort von Geborgenheit und Schutz ansehen würde.
Kurz schweifen Armands Gedanken ab, bevor er verwirrt in die Gegenwart zurückkehrt. Er hatte seit Jahren nicht mehr an seinen Vater gedacht - warum dann ausgerechnet jetzt?
Es blieb ihm jedoch keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn Aiérons stellte soeben bestürzt fest, dass ihre bewusstlose Freundin plötzlich ganz kalt geworden war.
Mit einem leisen Fluch auf den Lippen stürmte er erneut in den Gang zur Treppe, nahm sie dieses Mal aber mit jeweils zwei Stufen und hastete in das Gästezimmer. Dort lag auf dem Bett eine warme Decke, die er hastig an sich riss.
Er war schon drauf und dran die Treppe wieder hinunter zu stürmen, als ihm das starke Riechöl in seiner eigenen Kammer einfiel.
Louis hatte ihn damit in den letzten Wochen immer wieder gequält, als er mehr Tod als lebendig im Bett gelegen hatte.
Ironie des Schicksals! Jetzt scheinen wir es wirklich zu brauchen.
Schnell angelte er nach der kleinen Phiole auf seinem Schreibtisch, bevor er die Treppe wieder hinunter hastete und ins Wohnzimmer stürmte.
Vorsichtig breitete er die dicke Decke auf dem bewusstlosen Mädchen aus, bevor er Aiéron bedeutete den Kopf ihrer Freundin etwas anzuheben.
"Wenn das nicht wirkt, müssen wir wirklich einen Arzt holen." meinte Armand besorgt, bevor er sich neben die beiden auf den Boden kniete.
Tyras Haut war nicht nur kalt, sondern unter der Sonnebräune auch wirklich kalkweiß. Dennoch wirkte sie neben Armands alabasterweißem Körper noch rosig und fidel. Nur die hektischen Bewegungen ihrer Pupillen unter den Lidern, das verkrampfte Gesicht und die tonlos formulierten Worte auf ihren trockenen Lippen zeigten deutlich, dass sie alles andere als gesund war.
So öffnete er schließlich vorsichtig die kleine Phiole und näherte sich damit vorsichtig Tyras Nase an. Aus eigener Erfahrung wusste er, dass die erste Reaktion darin bestand die Phiole dem Peiniger aus der Hand zu schlagen und so bereitete er sich darauf vor, dass Tyra ihm gleich die Augen auskratzen wollte.
Er konnte es ihr kaum verdenken - selbst aus einiger Entfernung roch er den unangenehm stechenden Duft immer noch und hätte die Phiole am liebsten gleich wieder geschlossen.
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28.02.2007 00:12 |
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