~ Das Tempelviertel ~

Wenn man bedenkt, daß es in Phantásia nur drei Göttinnen und einen Gott gibt, der hier ein wenig außen vor behandelt wird, so ist es doch wirklich erstaunlich, daß man der Religion ein ganzes Stadtviertel gewidmet hat.
Sieht man sich jedoch unsere drei sehr eigensinnigen Damen an, die diesem Reich und seinen Bewohnern das Leben geschenkt haben, so wird es doch um einiges klarer, daß sie auch weiterhin eine große Rolle in seinem Stadtleben zu spielen gedenken.
Der Tempelbereich wäre ein stiller Ort, voller tiefer Teiche und grüner Parkanlagen, die zur Meditation einladen - wenn sich die Priesterschaften nicht mit schöner Regelmäßigkeit in die Haare geraten würden und lautstarke Streits anzetteln würden.
Um jeden der drei großen Tempel herum, gibt es Einrichtungen, die den Göttinnen und ihren Priestern besonders gut gefallen - seien es die Modesalons und die Schönheitssalons um den Nalimá Tempel herum, die Magierschulen und die kleinen Läden für den Magierbedarf nahe des Dienée Tempels, oder die Bibliotheken, in denen das Wissen der Welt gesammelt wird, die um den Beliéne Tempel herum entstanden sind.
Was besonders auffällig ist, wenn man dieses Viertel betritt, ist die Tatsache, daß sich die Tageszeiten über den einzelnen Tempeln hier stets unterscheiden. So steht eine stetig sternenglänzende Nacht über Dienées Tempel, das helle Licht eines Sonnentages über dem Tempel der Nalimá und die beständige Dämmerung als Übergang zwischen den beiden über dem Tempel Beliénes - wahrlich, diese Damen haben ihren eigenen Kopf und zwar jede einzelne davon und nirgends erkennt man dies besser als im Tempelviertel von Chomoire.

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