![]() Die drei Göttinnen und Makarah sind keine erdenfernen Wesen. Sie bewegen sich in der Welt, erscheinen, wenn sie dies möchten und sind durchaus greifbar - wer den Namen eines Gottes im Munde führt, kann also durchaus damit rechnen, daß er urplötzlich hinter ihm steht und auf seine Schulter tippt. Die Göttinnen haben diese Welt erschaffen und haben alle drei ihre eigenen Ansichten dazu wie sie sich entwickeln sollte - ein gemeinsames Werk wird dabei zu einem ewigen Streitpunkt zwischen den reizenden Damen, was nur durch die Existenz Makarahs ein wenig abgemildert wird. Schließlich können sie schlecht die ganze Zeit mit Streitigkeiten und Konflikten untereinander verbringen, wenn er sich dies alles ausgesprochen amüsiert ansieht und nur darauf wartet, daß er entweder eine von ihnen von seinen höheren Zielen überzeugen kann oder ihr kleines Wolkenreich auf andere Weise in seine recht gierigen Finger bekommt. So kennen die Götter keine müßige Langweile und belauern sich untereinander, um dem anderen einen Schritt voraus zu sein und seine Pläne zu vereiteln. Was Makarah betrifft, sind seine Ziele dabei womöglich noch nicht einmal sonderlich schlecht zu verstehen - er hat schon lange ein Auge (ganz gleich welcher Farbe es sein mag) auf Beliéne geworfen und versucht im Grunde nur ihre Aufmerksamkeit zu erregen - es sähe für einen Gott des Chaos am Ende doch ein wenig albern aus, wenn er der Göttin der Dämmerung auf Knien rutschend seine Liebe gesteht (zumindest empfindet er dies so). Also versucht er auf andere Weise seiner Herzensdame nahe zu sein - und wenn er sie eben gewaltsam überzeugen muß, daß nur er der richtige für sie ist, dann soll es so sein. Zu schade, daß der Versuch mit dem Spiegelreich, um seine Macht zu demonstrieren eher in das Gegenteil umgeschlagen ist. Bei einem solch munteren Göttervölkchen dürfte schließlich zumindest eines klar sein - Atheismus existiert auf Phantásia nicht. Es fällt irgendwo sehr schwer die Existenz der Götter zu verleugnen, wenn sie plötzlich neben einem stehen und eben diese Person vom Gegenteil überzeugen - höchstpersönlich. Versuche, eine solche Glaubenshaltung durchzusetzen, sind nur zu oft mächtig daneben gegangen, also versucht man es gar nicht mehr. Wer die Nichtexistenz der Götter propagieren möchte, bekommt meist nur ein müdes Lächeln ein wohlwollendes Schulterklopfen - und steht dann sehr schnell sehr alleine da, wenn die anderen sich aus dem Staub machen, um sich in Sicherheit zu bringen. |