![]() Vieles in Malomá ist naturbelassen und urwüchsig, so hat man hier einen kleinen Vulkan in der Mitte der Insel, der von der Göttin Beliéne selbst stillgelegt worden ist, um die Wissbegierigen zu schützen, die auf ihr nach Rat suchen. Von großen Bäumen umgeben liegen hier die großen Bibliotheken aus weißem Marmor, die auf weißen Säulen in den Himmel ragen und ein erhabenes Gefühl der Feierlichkeit verbreiten, ebenso wie die Wohnhäuser, die den gleichen Baustil besitzen, wie die Bibliotheken. Die Bewohner Malomás tragen mit Vorliebe lange, weiße Gewänder und machen sich nichts aus den modischen Vorlieben der anderen Wesen dieser Welt. Malomá ist ein feierlicher Ort, der vom sanften Licht der Kerzen erleuchtet wird und an dem es beinahe nie laut wird, wenn man von dem leisen umblättern der Seiten jener großen Bücher absieht, die in Leder gebunden in der Bibliothek bereit stehen. Die Finola fühlen sich hier Seite an Seite mit anderen Gelehrten am wohlsten und sie sind die Hüter dieser kleinen Insel, die von der hohen Gelehrten Juliénne de Fleureau beaufsichtigt und geführt wird, die der großen Bibliothek von Chomoire entstammt und hier in einem kleinen Stadthaus lebt, sofern sie nicht an der Akademie unterrichtet. Auf Malomá scheint die Zeit still zu stehen, denn man erinnert sich voller Ehrerbietung an das alte Phantásia der großen Gelehrten und Philosophen, die hier als alte, weiße Marmorstatue ausgestellt werden, wo man geht und steht und deren Leben und Werk man sich zum Vorbild genommen hat - ganz Phantásia mag den Künstlern zu Füßen liegen, doch hier sind es die Gelehrten und Philosophen, die man verehrt. Viele Angehörige des Phantásier Adels mögen diese Insel als altmodisch und langweilig empfinden, doch dies ist noch lange nicht der Fall, denn sie ist ganz im Gegenteil in ihrer Ruhe und Weisheit ein wahrer Schatz, ein Stück lebendig gewordene Vergangenheit voller großer Akademien und voll des Wissens, das es zu bewahren gilt. Es gibt hier keine Städte oder Dörfer, denn Malomá ist ein einziger, vereinter Hort des Wissens und dort wo der Wald die Straße, oder andere Gebäude verdeckt, ist die Natur noch unberührt und voller Leben, wenn gleich von den Bewohnern dieses Ortes gepflegt. Niemand mehr wundert sich hier über wilde Tiere in der Stadt und die Tiere sind handzahm, haben sie doch die Wesen Phantásias schon lange akzeptiert. |